Mittwoch, 17. Februar 2016

{ Rezension } Alba & Seven - Vertraue niemals der Erinnerung




Titel: Alba & Seven - Vertraue niemals der Erinnerung | Autor: Natasha Ngan | Verlag: Arena-Verlag | Seiten: 432 | Erschienen: Januar 2016 | Preis: 17,99 Euro im Hardcover | ISBN: 9783401601380



Allein wegen dem tollen Cover habe ich mir dieses Buch gekauft *grins*. Es ist so wunderschön gestaltet. Einfach ein totaler Eyecatcher!


Kurzer Inhalt

London im 22. Jahrhundert. Zwischen dem Norden und dem Süden liegt eine große Kluft. Die Reichen und besser gestellten Menschen wohnen im Norden. Im Süden findet man die Armen und die Arbeiter. Durch gewaltige Fortschritte in der Technologie wurden sogenannte Erinnerungsmaschinen gebaut. Diese Maschinen erfreuen sich großer Beliebtheit, denn man kann ohne große Mühe die Welt durch Erinnerungen der einzelnen Menschen erkunden und nacherleben. Doch das stehlen von Reminiszenzen wird sehr hart geahndet. Der Diebstahl wird mit dem Tod bestraft. Alba lebt als Tochter von Alastair und Oxana White, im Norden. Ihr Vater ist der hiesige Staatsanwalt und einer der mächtigsten Männer in Großbritannien. Zu ihrer Mutter hat Alba ein eher kühles Verhältnis und ihre einzige Freundin die sie hat, ist Dolly, ihre Zofe. Seven, ist ein Datenspeicher-Dieb. Er wächst ohne Eltern und auf sich allein gestellt im Süden der Stadt auf, gehört einer DSC-Bande an und hält sich mit dem Verkauf von gestohlenen Erinnerungen über Wasser. Eines Nachts bricht er in das Anwesen der White Familie ein, um dort gewisse Erinnerungen zu stehlen. Doch es passiert genau das, was nicht passieren dürfte: Seven wird erwischt - und zwar von Alba. Ab diesem zufälligen Zusammentreffen ist nichts mehr wie vorher. Die beiden verlieben sich ineinander und gemeinsam kommen sie einem unglaublichen Komplott auf die Spur. Das Leben der Protagonisten gerät durch dieses Wissen in große Gefahr, denn sie erfahren mehr als ihnen lieb ist und ihr ganzes bisheriges Leben gerät komplett aus den Fugen.



Meine Meinung


Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen und man ist sofort in der Geschichte drinnen. Es wird abwechselnd aus der Sicht von Alba und Seven in der 3. Person erzählt, was mir gut gefallen hat. Man bekommt von den beiden die Gedanken sehr gut mit und ich finde es für den Spannungsaufbau der Geschichte wirklich sehr gelungen. Zumal sind die Kapitel der Protagonisten so aufgebaut, dass sich die Geschichte trotzdem flüssig lesen lässt und man nicht zu lange hingehalten wird. Auch die besonders kurzen Kapitel, haben mir ein Schmunzeln beschert.


Alba hat mir von Anfang sehr gefallen. Sie wächst zwar sehr behütet im Norden von London auf, will sich aber mit ihrer Situation nicht zufrieden geben. Sie möchte lieber die Welt sehen, studieren - einfach auf eigenen Beinen stehen. Durch ihr Überbehütetsein hat Alba allerdings noch nicht viel erleben können. Doch ihr langweiliges Dasein ändert sich, als sie Seven begegnet. Sie hat die Möglichkeit, durch das Erinnerungssurfen in andere Welten abzutauchen und so das wahre Leben kennenzulernen. Was mich sehr für sie gefreut hat, da sie endlich mal "rausgekommen" ist. Es ist eben nicht immer Gold was glänzt und Alba merkt immer mehr, dass ihre heile Welt, mit all ihren Bewohnern, doch nicht so perfekt und gut ist, wie man sie immer hat glauben lassen.


Seven war mir ebenfalls ab der ersten Sekunde unglaublich sympathisch. Er ist mal ein "etwas anderer Held". Er ist still und eher unsicher, lässt sich auf keine Schlägereien ein und will auch nicht wirklich auffallen - eben ein richtiger Dieb. Durch Alba erfährt Seven zum ersten Mal in seinem Leben wirkliche Zuneigung und Vertrauen. Er möchte zwar am Anfang nichts mit ihr zu tun haben, doch auf eine für ihn unerklärliche Weise, fühlt er sich sofort zu dem Mädchen hingezogen. Auch Seven hatte gewisse Vorurteile gegenüber die im Norden lebenden Menschen, doch ihm wird bewusst, dass Alba nicht so ist, wie er zuerst gedacht hatte - nämlich eine verwöhnte, kleine Prinzessin.

Die sich entwickelnde Liebesgeschichte hat mich keinesfalls gestört, sondern empfand ich als sehr schön. Ich habe mich mit den beiden Protagonisten gefreut, denn Alba und Seven waren doch sehr einsame Individuen. Ebenfalls hat mir die "Auflösung" der Geschichte gefallen und ich fand die Idee richtig gelungen.

Nur am Ende ging dann alles ziemlich schnell und die Ereignisse haben sich nur so überschlagen. Puh! Erstmal durchatmen. Den Schluss des Buches fand ich zwar gelungen, allerdings hätte ich mir gerne noch ein paar mehr Seiten dazu gewünscht. Doch vielleicht kommt ja noch eine Fortsetzung? Würde mich zumindest sehr freuen! ;)


Mein Fazit


Alba & Seven ist einfach ein nettes Buch, welches ich weiterempfehlen kann. Es hat mich mit seiner Geschichte, dem Schreibstil, der Idee und auch mit den Charakteren überzeugen können. Eine klare Kaufempfehlung!





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"Worte sind wild, frei, unverantwortlich und nicht zu lehren. Natürlich kann man sie einfangen, einsortieren und in alphabetischer Reihenfolge in Wörterbücher stecken. Aber dort leben sie nicht."
Virginia Woolf