Freitag, 12. Februar 2016

[ Rezension ] Morgentau - Die Auserwählte der Jahreszeiten


Titel: Morgentau - Die Auserwählte der Jahreszeiten

Autorin: Jennifer Wolf

Verlag: Impress (Carlsen Verlag)

Seiten: 233

Alter: ab 14 Jahre

Genre: Fantasy, Liebesroman, Jugendbuch

Erschienen: 06.03.2014 (als ePub, 1. Buch)9

Preis: 3,99 Euro

ISBN: 978-3-646-60016-2






Ein wunderschönes Cover, dass mir sofort ins Auge gefallen ist. Die Farben und die verspielte Aufmachung sind traumhaft. Auch das Mädchen auf dem Cover stellt Maya wunderbar dar.  Alles in allem sehr gelungen!





Es war eine Mutter, die hatte vier Kinder, den Frühling, den Sommer, den Herbst und den Winter.... 

Die Erde, so wie wir sie kennen existiert nicht mehr und liegt unter einer dicken Schneeschicht. Die Erdgöttin Gaia hat die restlichen Menschen auf einem kleinen Landstrich angesiedelt. Dort lebt Maya Jasmine Morgentau im Orden der Hüterinnen. Alle hundert Jahre kommt Gaia auf die Erde und erwählt dort eine der jungen Frauen, die die nächsten hundert Jahre mit einem der Jahreszeiten als dessen Frau leben darf. Für die Hüterinnen ist die Auswahl von großer Bedeutung, denn sie besänftigt damit die Jahreszeiten und hält so die Natur im Gleichgewicht. Maya wird von der Göttin erwählt und mit in ihr Reich genommen. Dort lernt sie die vier Jahreszeiten kennen und muss sich nach einer jeweils einwöchigen Entscheidungsphase, mit jedem der Söhne, für einen entscheiden. Doch wen wird Maya erwählen und wird es für sie persönlich die richtige Entscheidung sein? 





Erzählt wird aus der Sicht von Maya. Sie wächst behütet im Orden der Hüterinnen auf und wird für ihre Bestimmung als Auserwählte vorbereitet. Sie fühlt sich oft von der Außenwelt überfordert und hadert mit sich, ob sie so eine Auswahl bewältigen und es mit einem Gott aufnehmen kann. Trotz ihrer Unsicherheiten empfand ich Maya als einen sehr starken Charakter und man fühlt und leidet mit ihr. Sie ist mir von Anfang an unglaublich sympathisch und kommt mit ihrem Verhalten und Gefühlen vollkommen authentisch rüber. Die vier Jahreszeiten sind tolle Charaktere und jeder ist in seinem Wesen einzigartig. Besonders gut hat mir das erste Zusammentreffen von Maya mit den Söhnen gefallen. Ihr ist sofort einer der Jahreszeiten ins Auge gefallen, was mir ein breites Grinsen ins Gesicht gezaubert hat. Einfach nur wunderbar geschildert. Bevor Maya jedoch mit den vier Söhnen der Gaia jeweils eine Woche alleine verbringen kann, hält sie sich noch für zwei Tage im Reich der Göttermutter auf. Gaias Welt ist sehr interessant dargestellt und ich konnte mir ein gutes Bild davon machen. Die Jahreszeiten sind dort auch anwesend und unsere Protagonistin erlebt während ihres Aufenthalts bei Gaia ein kleines Wirrwarr der Gefühle. Leider erfährt man in der "Testwoche" nicht allzu viel von den Welten der Jahreszeiten und ihrem jeweiligen Tiergeist, was ich etwas schade gefunden habe, denn ich hätte gerne noch mehr von dort eingefangen. Als die Entscheidung dann anstand, habe ich als Leser mit einem sehr vorhersehbaren Entschluss von Maya gerechnet. Doch es kommt, oh ihr lieben Götter, einfach vollkommen anders. Ich war regelrecht geschockt! Ja, das war ich. Die Gefühle, die mich nach Maya`s Wahl überkamen, haben mich vollkommen überrollt. Es wurden Tränen vergossen, ich habe gehofft, gebangt und mit Maya furchtbar mitgelitten. Es war Herzschmerz pur, furchtbar dramatisch und traurig und doch war ich zu guter Letzt mit dem Ende des Buches sehr zufrieden. 




Ach, was für ein schönes Buch! Zuerst habe ich allerdings nicht allzu viel davon erwartet. Doch ich wurde eines besseren belehrt und nicht enttäuscht. Die Idee hat mir sehr gefallen und es war mal komplett was anderes. Die Autorin hat es geschafft, mich mit diesem Buch zu verzaubern. Der Schreibstil ist flüssig und die Erzählweise in der Ich-Perspektive lässt sich sehr gut lesen. Ich würde dieses Buch jederzeit wieder lesen und kann es mit gutem Gewissen weiterempfehlen. 




Es bekommt von mir daher volle 






5 von 5 Lesesterne




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"Worte sind wild, frei, unverantwortlich und nicht zu lehren. Natürlich kann man sie einfangen, einsortieren und in alphabetischer Reihenfolge in Wörterbücher stecken. Aber dort leben sie nicht."
Virginia Woolf