Montag, 27. Juni 2016

{ Rezension } Stepbrother Dearest


Titel: Stepbrother Dearest | Autorin: Penelope Ward | Verlag: Goldmann | Erschienen: Juni 2016 | Seiten: 352 | Preis: 9,99 Euro Broschiert | ISBN: 978-3442484393




Klappentext

Greta freut sich auf das letzte Jahr an der Highschool, vor allem da ihr Stiefbruder Elec, dem sie noch nie begegnet ist, für das Abschlussjahr zu ihnen ziehen soll. Doch Elec stellt sich als rebellischer Macho heraus, der jeden Abend ein anderes Mädchen mit nach Hause bringt – am meisten aber hasst Greta die Art, wie ihr Körper auf ihn reagiert. Und als eine gemeinsame Nacht alles verändert, ist es auch um ihr Herz geschehen. Doch so schnell wie Elec in Gretas Leben getreten ist, so schnell verschwindet er auch daraus. Jahre später begegnet sie ihm wieder und muss feststellen, dass aus dem Teenager ein Mann geworden ist, der immer noch die Macht besitzt, ihr Herz in tausend Teile zu zerbrechen ...

(Quelle: Verlag







Ich sag noch was dazu



Das Buch hat mich sehr interessiert und ich dachte, dass mich so eine ähnliche Geschichte wie bei "Dark Love - dich darf ich nicht lieben" erwartet. Doch weit gefehlt. Es geht zwar auch in "Stepbrother Dearest" um Stiefgeschwister, doch ich muss ehrlich sagen, dass ich mit so einer unglaublichen Geschichte gar nicht gerechnet habe. Ich wurde wirklich positiv überrascht. "Stepbrother Dearest" ist das erste Buch, das ich von Penelope Ward gelesen habe und es konnte mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistern.


In "Stepbrother Dearest" geht es um Greta und Elec, die sich durch den eher unfreiwilligen Aufenthalt von Elec bei seinem Vater und der Stiefmutter kennenlernen. Beide sind zu diesem Zeitpunkt siebzehn Jahre alt und Greta ist in ihrem letzten Highschool Jahr. Elec soll nun für ein Jahr bei ihnen leben, da seine richtige Mutter - eine Künstlerin - für diese Zeit im Ausland verweilt. Greta freut sich sich riesig auf ihren neuen Bruder, denn als Einzelkind hat sie sich immer Geschwister gewünscht. Doch ihr erstes Zusammentreffen verläuft alles andere als angenehm, denn Elec stellt sich als der komplette Macho und Bad Boy heraus. Er ist unhöflich, rebellisch, tätowiert und gepierct, mit einem frechen sowie unverschämten Mundwerk und mega gutaussehend. Greta findet Elec furchtbar, doch fühlt sie sich sofort zu ihm hingezogen und kann überhaupt nicht verstehen, warum ihr Körper so auf diesen unmöglichen Typen reagiert. Elec macht es Greta nämlich alles andere als leicht, doch lässt sie sich nicht wirklich von ihm einschüchtern oder abwimmeln. Auch die Beziehung zwischen Elec und seinem Vater ist alles andere als einfach und immer extrem angespannt. Als Greta eines Abends ein Streitgespräch der beiden mitbekommt kann sie es nicht fassen, was Elecs Vater ihm alles an den Kopf wirft und greift beherzt in die Situation ein. Daraufhin ändert sich die Stimmung bzw. die Beziehung zwischen Greta und Elec komplett. Allerdings hat keiner von den beiden mit so intensiven Gefühlen gerechnet und nach einer unvergesslichen Nacht miteinander, trennen sich die Wege von Greta und Elec ganz unerwartet. Es vergehen Jahre, bis sie sich wiedersehen. Wahhhh, was für ein Herzschmerz!


Das Buch ist in zwei Teile aufgeteilt, wobei der erste Teil Greta und Elec als siebzehnjährige Jugendliche zeigt. Aus der Sicht von Greta erfährt der Leser ihre Gedanken, die Gefühle, die sie gegenüber Elec entwickelt und wie Greta ihr Herz immer mehr an Elec verliert. 

Der zweite Teil spielt sieben Jahre später. Beide sind mittlerweile fünfundzwanzig und haben sich seit der überstürzen Abreise von Elec nach Kalifornien nicht mehr wiedergesehen. Durch einen tragischen Vorfall in der Familie treffen Greta und Elec wieder aufeinander. Auch dieses Zusammentreffen ist für beide nicht einfach, da die ganzen Gefühle wieder aufkommen, die sie versucht haben zu unterdrücken. Auch bekommt man im zweiten Teil etwas aus Elecs Sicht zu lesen und das hat mir sehr gut gefallen. Seine ganze familiäre Situation hat mich sehr entsetzt und man konnte so einiges nachvollziehen und auch besser verstehen, warum er sich in verschiedenen Situation so verhält oder verhalten hat. 


Greta und Elec haben mir als Charaktere unglaublich gut gefallen und beide kamen doch authentisch rüber. Auch die anderen Figuren fand ich alle sehr gelungen und haben zu der Geschichte positiv beigetragen. 

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und angenehm zu lesen und auch die erotischen Szenen waren sehr schön geschrieben - nicht zu viel, zu wenig oder gar zu vulgär. Genau passend für einen Roman in diesem Genre. 

Das Ende hat mich dann emotional etwas aufgewühlt und ich musste mir echt ein paar Tränen verkneifen. Elec kommt aus nicht ganz einfachen Familienverhältnissen und im Laufe des Buches erfährt der Leser immer mehr über ihn und als er sich schließlich Greta offenbart, hat es mir schier das Herz aus der Brust gerissen. Oh man! Vielleicht bin ich ja nah am Wasser gebaut, doch das Ende war einfach so extrem und schön zugleich und so aufwühlend und dann wieder so wundervoll geschrieben. Ich empfand es aber letztendlich als sehr gelungen und habe mich für Greta und Elec wahnsinnig gefreut! Yes, ein Happy End. Bin ich froh! :D



Mein Fazit dazu


"Stepbrother Dearest" ist ein unglaublich tolles Buch, dass mich - mit seiner fantastischen Story, dem tollen Schreibstil, den sympathischen Charakteren und der außergewöhnlichen Geschichte, die mit viel Gefühl, erotischer Leidenschaft und auch Tiefgang gespickt ist - voll überzeugt hat. Es ist absolut lesenswert! Für mich ist es ein weiteres Lesehighlight in diesem Jahr. 



Ein prickelnd emotionales Lesevergnügen: 5 von 5 Punkten




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"Worte sind wild, frei, unverantwortlich und nicht zu lehren. Natürlich kann man sie einfangen, einsortieren und in alphabetischer Reihenfolge in Wörterbücher stecken. Aber dort leben sie nicht."
Virginia Woolf