Samstag, 9. Juli 2016

{ Rezension } Falkenmädchen


Titel: Falkenmädchen | Autorin: Asuka Lionera | Verlag: Drachenmond | Erschienen: eBook 07. Juli 2016 | Seiten: 400 | Preis eBook: 4,99 Euro




Klappentext

Mondscheinmädchen nennen sie mich, doch eigentlich ist das nicht richtig. Denn ich bin das Falkenmädchen. Miranda ist nicht wie die anderen. Doch selbst ihre Andersartigkeit ist anders, denn sie ist die einzige Tagwandlerin. Sobald die Sonne aufgeht, verwandelt sich die junge Frau in einen schwarzen Falken. Nur ihre Familie kennt ihr Geheimnis, doch als ihr Vater, der ihren Fluch teilt, getötet wird, wenden sich alle von ihr ab. Auf sich allein gestellt, wird sie als Falke gefangen genommen und soll fortan zur Beizjagd des jungen Prinzen dienen... Ein Divinitas-Roman

(Quelle: Verlag






Ich sag noch was dazu



„Falkenmädchen“ ist die Vorgeschichte zu „Divinitas“ und ich fand bereits diese Geschichte rund um Fye, Prinz Vaan und dem Fluch einfach nur genial. Deshalb habe ich mich schon sehr auf "Falkenmädchen" gefreut und als ich es dann vorab lesen durfte, war meine Begeisterung natürlich sehr groß und auch mit diesem Buch und der Geschichte wurde ich nicht enttäuscht ... 



Miranda, ein junges Bauernmädchen, lebt mit ihrer Familie fernab der Stadt. Sie könnte ein ganz unbeschwertes Leben wie ihre anderen Geschwister führen und so normal wie jede Frau sein, doch das ist sie nicht, denn auf Miranda liegt ein Fluch. Sobald der neue Tag anbricht, verwandelt sie sich in einen schwarzen Falken. Ihr Vater, der sich in der Nacht in einen schwarzen Bären verwandelt, und ebenfalls wie sie zu den sogenannten "Götterkindern" gehört, hat ihr diesen Fluch weitervererbt. Keiner ihrer anderen Geschwister leidet noch darunter und so ist Miranda - neben ihrem Vater - die einzige mit diesem Fluch. Zwischen ihr und ihrem Vater besteht eine sehr starke Bindung und für das junge Mädchen ist er die wichtigste Person, denn nur er versteht ihre Qualen und versucht, so gut es geht, ihr seine väterliche Liebe und Fürsorge zu geben. Zu ihrer Mutter, wie zu ihren anderen Geschwistern hat Miranda überhaupt kein inniges Verhältnis. Mirandas Mutter hält sie für ein Monster und zeigt ihr auch offen ihre Abneigung. Als eines Tages die königliche Jagdgesellschaft in der Stadt auftaucht, um ausgerechnet den schwarzen Bären in der Gegend zu jagen, ist Miranda schier verzweifelt vor Sorge, denn sie weiß, dass es sich bei dem schwarzen Bären um ihren geliebten Vater handelt. Miranda möchte nicht, dass ihm irgendetwas geschieht und kann es nicht fassen, als ihre Mutter auch noch Jäger in ihrer Hütte beherbergen will. Als es zu Handgreiflichkeiten mit den brutalen Männern kommt, flieht sie in den Wald und trifft auf ihren verwundeten Vater in seiner Bärengestalt. Verzweifelt versucht sie, ihn noch zu retten, doch er stirbt, als Bär. Ihrer Mutter scheint das Alles so überhaupt nichts auszumachen und ich habe diese Frau echt gehasst. Was für ein böses Weib. Zutiefst verletzt, und von ihrer Mutter im Stich gelassen, verfolgt Miranda fortan die königliche Jagdgesellschaft. Sie möchte den Mörder ihres Vaters finden und allein ihre Rachegedanken treiben sie weiter an. Eines Abends trifft Miranda auf Aeric und spürt sofort eine tiefe Verbindung zu ihm, doch kann sie es sich nicht erklären, was es damit auf sich hat und ab dieser schicksalshaften Begegnung ändert sich ihr beider Leben auf außergewöhnliche und doch sehr drastische Weise ...




Was für ein tolles Buch! Ich bin absolut beeindruckt und es hat mir sehr gut gefallen. Ich war hin und weg von der fantastischen Geschichte und den tollen Charakteren. Die Vorgeschichte zu "Divinitas" ist Asuka Lionera bestens gelungen. Die Autorin hat es wieder mal geschafft, mich mit einem Buch zu begeistern und ich empfehle jedem, der "Falkenmädchen" lesen möchte, vielleicht doch zuerst "Divinitas" zu lesen, denn das macht die ganze Geschichte von "Falkenmädchen" irgendwie kompletter. Das ist aber nur meine Meinung und jeder kann das machen, wie er will. :) 


Erzählt wird die ganze Geschichte zuerst aus der Sicht von Miranda in der Ich-Perspektive und im weiteren Verlauf erfährt man immer wieder Abschnitte aus Aerics Sicht. Das fand ich super, denn so konnte man auch seine Gefühle und Gedanken nachvollziehen und Aeric besser verstehen und seine Handlungen mehr nachvollziehen.  


Die Charaktere Miranda und Aeric haben mir hier sehr gut gefallen. Auch die ganzen anderen Figuren fügen sich perfekt in die ganze Geschichte ein. Miranda entwickelt sich von einem doch eher unsicheren, jungen Mädchen zu einer starken und kämpferischen jungen Frau, die mit ihrem Schicksal zu kämpfen hat und es letztendlich so annehmen muss, wie es sich entwickelt hat. Sie tat mir wirklich oft sehr Leid und auch Aeric Schicksal ging mir sehr nahe. Es war wieder mal tragisch hoch zehn. Ich habe mitgelitten, war verzweifelt, habe gehofft, mich gefreut, geliebt oder sogar richtig gehasst. Die Autorin hat hier meine ganzen Gefühle durcheinander gewirbelt. 


Zum Ende wird die Geschichte nochmal sehr spannend, herzzerreißend und auch traurig. Was mir aber sehr gefallen hat, ist, dass man noch ein Kapitel aus Vaans Sicht zu lesen bekam - ich liebe diesen Kerl aus "Divinitas" einfach. Auch der Epilog hat mich begeistert! Ja, der Epilog, der hat mir so manches Mal bei Asuka Lionera die Sprache verschlagen und mich schier zur Verzweiflung gebracht, doch hier war er einfach toll und schließt die Geschichte perfekt ab. Auch musste ich mir wieder mal die ein oder andere Träne verkneifen, weil es doch alles sehr emotional war ... oder ich bin einfach zu nah am Wasser gebaut! 



Mein Fazit


"Falkenmädchen" ist eine sehr gelungene Vorgeschichte zu "Divinitas" und hat mit ihrer Geschichte, den überzeugenden Charakteren und dem tollen Schreibstil einfach begeistern können. Die Geschichte rund um das Falkenmädchen Miranda hat sich wunderbar zusammengefügt und ich kann das Buch absolut und wärmstens weiterempfehlen! 



Ein fantastisches Lesevergnügen: 5 von 5 Punkten



1 Kommentar:

  1. Danke für die wundervolle Rezension! ❤ Es freut mich, dass ich dich auch mit diesem Buch begeistern konnte :)

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"Worte sind wild, frei, unverantwortlich und nicht zu lehren. Natürlich kann man sie einfangen, einsortieren und in alphabetischer Reihenfolge in Wörterbücher stecken. Aber dort leben sie nicht."
Virginia Woolf