Freitag, 5. Mai 2017

{ Rezension } Fenrir - Weltenbeben


Titel: "Fenrir - Weltenbeben" | Autorin: Asuka Lionera | Verlag: Drachenmond | Erscheinungstag: 17. April 2017 | Seiten: 800 | Preis: 19,99 Euro Broschiert | ISBN: 978-3959912259




Worum gehts 

- Kurz und knapp zusammengefasst -


Die junge und ehrgeizige Archäologin Emma muss wegen eines neuen Ausgrabungs-Auftrages nach Island reisen. Dort will sie sich mit ihrem gesamten Team auf einer kleinen Nebeninsel treffen. Doch zum vereinbarten Zeitpunkt ist leider niemand davon anzutreffen. Also macht sich Emma schweren Mutes alleine auf die Suche nach ihrem Team und stürzt auf ihrem Weg prompt in eine Höhle. Dort trifft sie auf Wulf. Ohne es zu ahnen, wird sich ihr weiteres Leben ab diesem Zeitpunkt komplett und für immer verändern. 










- Meine Meinung zu diesem Buch -



Asuka Lionera hat sich mit diesem Buch wirklich selbst übertroffen. Es ist fantastisch, hinreißend, witzig, spannend, voll von nordischer Mythologie und absolut lesenswert. Es ist mit jeder gelesenen Seite besser und besser geworden. Am Anfang erfährt der Leser einiges über Emma, ihren Job, ihre beste Freundin, erlebt sie zusammen mit Wulf, bis es mit einem mal ab in die Götterwelt geht. Und zack, hier geht es dann so richtig los. Ab diesem Zeitpunkt war es einfach göttlich, was nicht nur daran lag, dass der Leser sich nun in der nordischen Götterwelt unter Odin, Heimdall, Frigga, Tyr, die Nornen, Hel oder Loki etc. befand, nein, ab hier wurde es wahnsinnig spannend, witzig, humorvoll, sinnlich und packend.  



Erzählt wird abwechselnd aus zwei verschiedenen Perspektiven in der Ich-Form und das hat mir wie immer sehr gefallen. Als Leser findet man sich somit immer direkt im Geschehen und kann sich auch besser in die Gedanken- und Gefühlswelt seiner Protagonisten einfühlen. Unterteilt ist das Buch in fünf Büchern, das den Leser mit jeweils einer geeigneten Überschrift in diesen Teil einführt. Auch findet der Leser unter jedem der Bücher eine wunderschöne Zeichnung passend zum jeweiligen Teil der Geschichte. Das fand ich super und hat mir sehr gefallen.

Der Schreibstil ist wie gewohnt sehr flüssig und toll zu lesen, sodass mir auch der Einstieg in das Buch wieder sehr leicht gefallen ist. „Fenrir – Weltenbeben“ enthält knapp 800 Seiten, doch ich muss auch hier sagen, lasst euch bitte dadurch nicht abschrecken, denn die Geschichte ist einfach so fesselnd, sodass einem die 800 Buchseiten gar nicht richtig auffallen bzw. beim Lesen bewußt werden. Man fliegt nämlich nur so durch die Seiten.


***


Besonders gut haben mir die ganzen Charaktere in dem Buch und das nordische Setting gefallen. Emma ist einfach eine tolle Protagonistin, die ich sofort in mein Herz geschlossen habe. Sie ist witzig und taff, hat ihre Ecken und Kanten und ist so überhaupt nicht perfekt. Auch musste ich viel über ihre Wortwechsel mit den Göttern lachen. Da sich Emma natürlich nichts gefallen oder sagen lässt und auch oft die Worte zuerst ihren Mund verlassen, bevor sie ihren Verstand einsetzt, kommt es zu wirklich lustigen Momenten.  

Auch Wulf ist ein ganz ein netter und obwohl er der Weltenzerstörer ist, führt er sich weit weniger zerstörerisch auf, als die anderen Götter. Wulf hat mir auch sehr gefallen, nicht nur, weil ihm die Autorin einen doch recht ansprechenden und zerrissenen Charakter gegeben, sondern ihm auch eine gewisse Männlichkeit beigefügt hat, der sich Frau einfach nicht entziehen kann. Ich schmachte übrigens gerade wieder ein bisschen. 

Ebenso die ganzen anderen Figuren gefielen mir recht gut und egal ob Gut oder Böse jeder hatte seinen Reiz (besonders die Interaktion zwischen Emma und Wulfs Mutter fand ich genial und hat mich des Öfteren schmunzeln lassen) und ich konnte mir ein wunderbares Bild von jedem einzelnen machen. Das hat die Autorin ganz toll hinbekommen, vor allem, weil ich Anthony Hopkins immer als Odin gesehen habe. Das hat sich hier allerdings komplett geändert. 


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Die Idee in diesem Buch fand ich sehr ansprechend und auch die „Götterwelt“, die die Autorin in dem Buch geschaffen hat, ist einfach nur grandios. Natürlich bin ich durch besagte Filme wie "Thor" mit einer gewissen Vorstellung an diese Welt herangegangen und auch habe ich mir zuerst Odin, Heimdall, Loki etc. genau wie in diesen Filmen vorgestellt, doch Asuka hat ihre ganz eigene nordische Götterwelt geschaffen und das ist ihr in dem Buch wirklich perfekt gelungen. Als Leser konnte ich mir daher ein komplett neues Bild von Asgard oder Odin und seinen göttlichen Bewohnern schaffen. Einfach toll. 

Besonders gut hat es mir übrigens auch bei Hel in der Unterwelt gefallen. Ich weiß nicht warum genau, doch ich fand Hel und Garm einfach ein überaus tolles Gespann und auch Hel`s Charakter war unglaublich interessant für mich. Auch hat es mir gefallen, dass die üblichen Helden wie z.B. Thor oder Odin nicht die Strahlemänner der Geschichte waren, sondern eher die „Bösewichte“ die Sympathiepunkte mit sich trugen. 


***



Das Ende war einfach nur fabelhaft, packend, spannend und sehr gelungen. Mich hat es hier wirklich unglaublich mitgerissen. So soll es auch sein und ich bin absolut und höchst zufrieden aus der Geschichte entlassen worden. Auch war ich heilfroh, dass das Buch so ein Ende genommen hat, denn bei Asuka Lionera weiß man das ja nie so genau. 





- Mein Fazit -

„Fenrir – Weltenbeben“ ist ein absolut gelungener Roman, der mit seinen tollen Figuren, dem nordischen Setting, dem tollen Schreibstil und seiner packenden, witzigen und lesenswerten Geschichte vollends überzeugt. 



Von mir gibt es für dieses Buch einen klare Lese- und Kaufempfehlung!


5 / 5 Lesepunkte





1 Kommentar:

  1. Ahoy Missy Foo,

    als großer Fan von Mythologie und auch von Riordans Bücher, MUSSTE ich Asukas neuestes Buch einfach lesen... und es hat mir wieder richtig gut gefallen, auch wenn es doch ein paar Seiten hätte kurzer sein können ^^

    Ich lass dann mal frech meinen Link und sonnige Grüße da, Mary <3
    http://marys-buecherwelten.blogspot.de/2017/04/fenrir-weltenbeben.html

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"Worte sind wild, frei, unverantwortlich und nicht zu lehren. Natürlich kann man sie einfangen, einsortieren und in alphabetischer Reihenfolge in Wörterbücher stecken. Aber dort leben sie nicht."
Virginia Woolf